Imperial Theater Hamburg: Edgar Wallace am 30.03. nackt!

Nackt nicht direkt, aber mit Maske! Wenn ich Edgar Wallace‘ „Der Frosch mit der Maske“ in nur zwei Worten beschreiben sollte, so fallen mir genau diese zwei Worte ein: Hochspannung pur!

Was war ich gespannt auf die Inszenierung des berühmten Werks im Imperial Theater Hamburg. Bei der Verfilmung des gleichnamigen Romans handelte es sich um den ersten Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit. Als begeisterter Edgar Wallace Fan kannte ich den 1959 erschienenen Film natürlich schon in- und auswendig. Umso gespannter war ich darauf, was das Imperial Theater Hamburg aus „Der Frosch mit der Maske“ machen würde. Was war ich aufgeregt als meine Kollegin mir von dem anstehenden Stück im Imperial Theater Hamburg erzählte! „Der Frosch mit der Maske“ im Theater? Sofort besorgte ich mir zwei Karten, um mit meiner besten Freundin (und ebenfalls Edgar Wallace Fan) dieses besondere Ereignis ja nicht zu verpassen.

Nach wenigen Tagen betraten wir gespannt den Saal. Unsere Erwartungen waren groß. „Der Film legt die Messlatte ja ganz schön hoch. Ich hoffe bloß, dass wir uns nicht langweilen werden!“ flüsterte meine Freundin mir zu, nachdem wir Platz genommen hatten. „Ich bin guter Dinge, dass „Die Frösche“ uns auch hier fesseln werden.“ antwortete ich schnell. Und was soll ich sagen? Kaum ging das Licht im Saal aus, wurden wir Zeugen einer unfassbar fesselnden Inszenierung. Dem Imperial Theater Hamburg ist es in der Tat unglaublich gut gelungen, den „Frosch mit der Maske“ sowie die Mitglieder seiner Bande mit der Frosch-Tätowierung am linken Unterarm sehr unheimlich und Angst einflößend darzustellen. Ich erwischte mich sogar dabei, dass mich der eine oder andere Schauder überkam.

Der unheimliche Chef der Frösche-Verbrecherbande – auch bekannt als „Frosch mit der Maske“ – versetzt London mit seinen grausamen Verbrechen schon seit Jahren in Angst und Schrecken. Bisher war es jedoch Niemandem gelungen, den Verbrecher zu fassen. Nach einem erneuten Verbrechen führen die Spuren letztendlich nach einigen verwirrenden Umwegen in eine Lolita-Bar. Die Ermittler können dabei jedoch kaum einen Schritt machen, den der Bandenchef nicht voraussieht.

Wie auch schon die Vorlagen aus dem Roman sowie der Verfilmung dieses Edgar-Wallace Stücks, so schafft es auch das Imperial Theater Hamburg hier auf eine besondere Art und Weise, Spannung zu erzeugen. (#01)

Wie auch schon die Vorlagen aus dem Roman sowie der Verfilmung dieses Edgar-Wallace Stücks, so schafft es auch das Imperial Theater Hamburg hier auf eine besondere Art und Weise, Spannung zu erzeugen. (#01)

„Der Frosch mit der Maske“ am Imperial Theater Hamburg: Eine gute Mischung aus Hochspannung und Verwirrung

Wie auch schon die Vorlagen aus dem Roman sowie der Verfilmung dieses Edgar-Wallace Stücks, so schafft es auch das Imperial Theater Hamburg hier auf eine besondere Art und Weise, Spannung zu erzeugen. Auch bei der Theater-Inszenierung ist die Handlung nicht vorhersehbar oder kalkulierbar und der Zuschauer darf mit so mancher Überraschung rechnen. Ich bin wirklich begeistert davon, wie gut dieses Theaterstück aufgemacht ist. Schließlich waren die Erwartungen aufgrund der Roman- und Film-Vorlage sicherlich nicht nur bei meiner Freundin und mir recht hoch.

Zwischendrin wage ich immer wieder einen kurzen Seitenblick zu meiner Freundin und stelle zu meiner Zufriedenheit fest, dass sie mit großen Augen und angespanntem Gesicht das Geschehen verfolgt. Also scheint auch sie so gefesselt und begeisterst von der Inszenierung des Imperial Theater Hamburg zu sein.

Dem Imperial Theater Hamburg ist es gelungen, dieses Edgar-Wallace-Meisterwerk auf eine ganz besondere Art und Weise zu würdigen.(#02)

Dem Imperial Theater Hamburg ist es gelungen, dieses Edgar-Wallace-Meisterwerk auf eine ganz besondere Art und Weise zu würdigen.(#02)

„Der Frosch mit der Maske“ am Imperial Theater Hamburg: Der Frosch ist tatsächlich noch einmal zum Leben erwacht

„Und?“ Ich kann es kaum erwarten, die Meinung meiner Freundin über das gerade Gesehene zu hören, nachdem der Saal in tosendem Applaus erbebt. Ihr nicht sehr gekonnt aufgesetztes Pokerface weicht einem zufriedenen Lächeln. „Ich hätte es wirklich kaum zu träumen gewagt, aber der Frosch hat es tatsächlich noch einmal geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen.“ Triumphierend zwinkere ich ihr zu. Ich weiß nicht warum, aber mein Gefühl sagte mir schon von Anfang an, dass die Inszenierung des Imperial Theater Hamburg grandios werden würde. Und dieses innere Gefühl hat mich bisher eher selten getäuscht.

Wie kann es sein, dass dieses Theaterstück mich noch einmal so stark mitreißen konnte, obwohl ich die Vorlagen aus Roman und Film ja bereits in- und auswendig konnte? Das lag wahrscheinlich nicht zuletzt an der genialen Theaterkulisse – vor allem wenn es in die Unterwelt geht. Ein gutes und lebendiges Theaterstück ist eben bei weitem nicht mit einem Film – und schon gar nicht mit einem Roman – zu vergleichen.

Dem Imperial Theater Hamburg ist es gelungen, dieses Edgar-Wallace-Meisterwerk auf eine ganz besondere Art und Weise zu würdigen. Es schien, als sei der „Frosch mit der Maske“ von den Toten auferstanden und mit einer nie dagewesenen Lebendigkeit zurückgekehrt.


Bildnachweis:©Titelbild: Sergeant Elk -#01: Philo und Ella-#02: Dick, Elk und Lord

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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