Kunststil: Paris als Metropole der Kultur

Die Pariser verstehen sich auf das Savoir Vivre – nicht nur der besondere Esprit, der in der gesamten Stadt herrscht, sondern auch der gelebte Kunststil in Paris bewegt die Gemüter, wie nirgendwo sonst. Eine Vielzahl an Museen, wundervollen Bauwerken und Skulpturen macht die französische Metropole zu einem echten Paradies für Kunstliebhaber!

Paris – eine Stadt voller Charme

Seit jeher ist Paris die Metropole Europas, mit der sich Künstler am meisten identifizierten. Als buntes Potpourri voller verschiedener Einflüsse und als Sammelstelle unterschiedlichster Kulturen und Menschen fühlten sich viele berühmte Persönlichkeiten in der Stadt viel mehr als zu Hause. Ob Molière, Voltaire, Edith Piaf, Simone de Beauvoir und viele mehr – die Stadt an der Seine wirkte wie ein Magnet auf Freidenker, Künstler, Maler, Musiker und Schauspieler. Gerade zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Cabarets in Montmartre von sich reden machten, war Paris die Hauptstadt der Intellektuellen. Mit ihnen kamen nicht nur (existenzielle) Philosophen und Schriftsteller in die französische Hauptstadt, sondern auch Musiker und Maler. Gerade in Sachen Kunst ist Paris eine Stadt wie kaum eine andere.

Der Eifelturm ist das wohl berühmteste Bauwerk in Paris. (#1)

Der Eifelturm ist das wohl berühmteste Bauwerk in Paris. (#1)

Eine Vielzahl an Museen bietet dem interessierten Besucher der Stadt unzählige Eindrücke, die nur schwer wieder vergessen werden können. Das Tolle an Paris: Sowohl von innen als auch von außen machen die Museen dabei von sich reden. Das wohl bekannteste Museum der französischen Hauptstadt ist der Louvre. Le Louvre, welcher das Bindeglied zwischen der Île de Cité und dem bekannten Platz Concorde (Place de La Concorde) darstellt, ist die ehemalige Residenz der Könige. Wie kaum ein anderes Gebäude ist der Komplex von außen atemberaubend schön und zieht mit seiner puren Präsenz alle Blicke auf sich. Die Glaspyramide, welche den Innenhof ziert, ist dabei eines der bekanntesten und sagenumwobenen Orte der Stadt. Wer sich in Paris auf eine kulturelle Entdeckungstour macht, der wird um den Louvre auch von innen nicht herumkommen.

Der Louvre – gelebter Kunststil in Paris

Bereits von außen ist die Architektur des Gebäudekomplexes einzigartig. Doch auch von innen bietet das Kunstmuseum jede Menge Abwechslung und besondere Momente. Die Sammlung im Louvre fokussiert insbesondere Werke aus der Renaissance sowie griechische und römische Antikensammlungen. Wer der Traube von Menschen folgt, wird sich vor einem Gemälde wiederfinden, das man größentechnisch immer viel imposanter einschätzte. Die Rede ist von „La Jaconde“, der bekannten Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Das Ölgemälde ist aufgrund der besonderen Ausstrahlung der Mona Lisa und ihrem geheimnisvollen Lächeln weltbekannt. Steht man einmal davor und lässt das Motiv auf sich wirken, wird man wirklich in den Bann gezogen.

Der Louvre ist ein beeindruckendes Kunstmuseum in Paris. Er befindet sich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige, dem Palais du Louvre. (#2)

Der Louvre ist ein beeindruckendes Kunstmuseum in Paris. Er befindet sich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige, dem Palais du Louvre. (#2)

Doch die Sammlung im Louvre, die stets ein wenig im Schatten der Mona Lisa steht, umfasst noch viele weitere Werke. Eine ausführliche Besichtigung kann hier gut und gerne einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Insgesamt 380.000 Werke befinden sich im Louvre, wobei in dem Museum 35.000 Ausstellungsstücke auf einer Fläche von mehr als 60.000 m² bewundert werden können. Neben den Antikensammlungen, den Skulpturen und der italienischen Renaissance-Malerei gibt es auch niederländische bzw. flämische Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu bestaunen. Ebenso kann man verschiedene französische Gemälde aus dem 15. Bis zum 19. Jahrhundert ansehen.

Musée d’Orsay: Ein Museum im Bahnhof

Wer mit den älteren Werken nicht so viel anfangen kann, sollte unbedingt bei seinem Aufenthalt in der schönsten Stadt der Welt einen Fuß in das Musée d’Orsay setzen. Hierbei handelt es sich um ein Museum, welches in einem ehemaligen Bahnhof, dem Gare d’Orsay, untergebracht ist. Bereits von außen ist das Bauwerk einzigartig. Das gewölbte Glasdach und die wundervolle riesige Uhr auf der Außenseite gibt Aufschluss darüber, dass es sich hierbei tatsächlich um einen ehemaligen Bahnhof handelt. Im Inneren des Gebäudes warten verschiedene Gemälde und Exponate aus den Jahren 1848 bis 1914 auf die Besucher. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Bilder, sondern auch um Fotografien, Pläne und Grafiken sowie Modelle, Bauteile und einzelne Möbelstücke.

Einzigartige Baukunst: das Musée d’Orsay im ehemaligen Bahnhof, dem Gare d’Orsay ist ein Muss auf der Kunsttour durch Paris. (#3)

Einzigartige Baukunst: das Musée d’Orsay im ehemaligen Bahnhof, dem Gare d’Orsay ist ein Muss auf der Kunsttour durch Paris. (#3)

Wer sich für die impressionistische Kunst begeistern kann, wird das Musée d’Orsay lieben: In der Literatur gelten das Museum und die Sammlung an Werken aus dem Impressionismus als weltweit einzigartig. Ob Édouard Manet, Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Claude Monet, Auguste Rodin oder Henri Matisse und Gustave Klimt – die Auswahl an hochwertigen Werken und besonderer Künstler macht die Sammlung im Musée d’Orsay absolut sehenswert.

Le Centre Pompidou: Moderner Kunststil in Paris

Im 4. Arrondissement von Paris befindet sich das entre national d’art et de culture Georges-Pompidou, das landläufig auch Centre Pompidou genannt wird. Auch hier verspricht das Gebäude bereits von außen ein besonderes architektonisches Erlebnis. Das riesige Glasgebäude ist von großen, roten Rohren eingefasst. Diese geben dem Museum nicht nur ein besonderes Aussehen, sondern sind auch mit Rolltreppen ausgestattet, welche die Besucher an der Außenseite des Gebäudes in eine andere Ebene transportieren. Erbaut wurde das außergewöhnliche Bauwerk in den 1970er-Jahren und beherbergt zum einen den zweiten Teil der französischen Nationalbibliothek und zum anderen eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst.

Im Le Centre Pompidou ist der zweite Teil der französischen Nationalbibliothek beherbergt. Außerdem eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst. (#4)

Im Le Centre Pompidou ist der zweite Teil der französischen Nationalbibliothek beherbergt. Außerdem eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst. (#4)

Gerade diese ist besonders spannend anzusehen. So ist das Besondere an der modernen Kunst, dass es sich hierbei nicht etwa um traditionelle Gemälde handelt. Eine Kombination von Teppich auf weißer Wand, ein scheinbarer Wirrwarr aus Telefonkabeln oder Gemälde von Pablo Picasso – man sollte sich auch für den Besuch dieses Museums in jedem Fall Zeit nehmen! Nur so können die einzelnen Kunstwerke ihre Wirkung entfalten.

Kunst in Paris entdecken

Die französische Hauptstadt gilt nicht nur als Modemetropole, sondern auch als Metropole von Kunst und Kultur. Wer sich für Kunst, Literatur und Bauwerke aus den verschiedenen Epochen der Geschichte interessiert, muss nur einmal mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Viele interessante Gebäude wirken bereits von außen absolut anziehend und sind architektonische Highlights. Kunstwerke werden neben den oben genannten Museen außerdem im Musée Rodin, im Musée Picasso, im Musée Marmottan – Claude Monet oder im Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris zur Schau gestellt.

Der Grand Palais, unweit der Champs-Élysées wartet immer mit interessanten Ausstellungen auf. (#5)

Der Grand Palais, unweit der Champs-Élysées wartet immer mit interessanten Ausstellungen auf. (#5)

Der Grand Palais, der sich unweit der Champs-Élysées befindet, wartet außerdem immer wieder mit Ausstellungen auf, die lediglich auf einen gewissen Zeitraum beschränkt sind. Ob eine Ausstellung des High-End-Labels Balenciaga oder eine Ausstellung anlässlich des Todestages von Rodin – der Grand Palais lohnt immer wieder einen Blick!


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild Malchev, -#1 beboy- , -#2 Valikdjan, -#3 hugo.n, -#4 Moskwa, -#5 abadesign

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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