Das Festival Clarimondo 2026 in Staufen stellt die Klarinette in den Mittelpunkt eines einzigartigen Formats: Vom Wettbewerb der Bela-Kovacs-Preisträger bis hin zu Konzerten mit internationalen Topsolisten unter Kilian Herold erleben Besucher zwei Abende im Bach-Saal mit barocker Eleganz, romantischer Klangfülle und moderner Schärfe. Starbesetzte Programme bieten Bach, Danzi, Ponchielli, Verdi, Bernstein und zeitgenössische Kompositionen. Intensive Hörmomente und künstlerischer Austausch prägen das facettenreiche Musikereignis. hochkarätige Besetzung, kreative Impulse und nachhaltige Vernetzung.
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Klarinette trifft Gitarre und Schlagzeug zu einzigartigem duftintensivem Klangexperiment

Der international gefeierte Klarinettist David Orlowsky (Foto: Felix Broede)
Das Konzert eröffnet am 30. April um 20 Uhr im Bach-Saal mit einem innovativen Schnittpunkt von Duft- und Klangforschung. Orlowsky an der Klarinette, Stelter an der Gitarre und Baldu am Schlagzeug experimentieren mit definierten Parfümkomponenten und untersuchen deren Wirkung auf musikalische Parameter. Mittels präziser Artikulation und variabler Tempi entwickeln sie eine sensorische Erzählung, die akustische Linien mit olfaktorischen Eindrücken verwebt und dadurch die Wahrnehmung in eine neue expressive Dimension führt.
Echo- und Opus-Klassik-Auszeichnungen belegen Orlowskys herausragende Karriere als Komponist
Seine Heimatstadt Tübingen wurde für Orlowsky zur Wiege seiner künstlerischen Entwicklung, in der er klassische Ausbildung mit Klezmer-Tradition verknüpfte. Internationale Gastspiele, unter anderem mit Martha Argerich und dem Danish String Quartet, machten ihn weltweit bekannt. Seine bei Sony Classical und Warner Classics veröffentlichten Alben erhielten sowohl Echo- als auch Opus-Klassik-Preise. Aktuell präsentiert er in der Elbphilharmonie Ur- und Erstaufführungen eigener Werke, was seine Rolle als innovativer Komponist und Interpret unterstreicht.
Talente ebnen internationalen Szene Weg durch Publikumswahl und Hommage-Beiträge

Der internationak gefeierte Klarinettist David Orlowsky (Foto: Bund Deutscher Blasmusikverbände e. V.)
Im Beginnprogramm präsentieren junge Klarinettistinnen und Klarinettisten, ausgezeichnet mit dem Bela-Kovacs-Preis 2026, individuelle Interpretationen von Werken Bela Kovacs und setzen eigene stilistische Akzente. Die Stückauswahl betont historische Bezüge genauso wie zeitgenössische Kristallisationen des Klangs. Das anwesende Publikum erhält die Möglichkeit, per Stimmabgabe die überzeugendste Darbietung zu küren. Auf diese Weise erleben Zuhörer hautnah, wie sich musikalisches Talent seinen Weg in internationale Orchester und Ensembles ebnet und stärken künstlerisches Selbstbewusstsein nachhaltig.
Barragan, Jürgensen und Herold gestalten facettenreiche Klarinettenreise durch Jahrhunderte
Die Programmgestaltung des Festivalkonzerts am 2. Mai um 20 Uhr verspricht mit Kilian Herold sowie Gästen wie Pablo Barragan und Nicolas Jürgensen ein ausgewogenes Zusammenwirken von Tradition und Moderne. Aufgeführt werden barocke Kompositionen von Bach und Danzi, klassische Operntranskriptionen von Ponchielli und Verdi sowie modern inspirierte Stücke von Bernstein und Mellits. Die Aufführung kontrastiert historische Formen mit zeitgenössischer Kreativität und vermittelt ein facettenreiches Hörerlebnis. Präzise Artikulation trifft auf lebendige Klangfarben.
Clarimondo vereint in seinem Festivalformat die Förderung junger Talente und die Virtuosität internationaler Klarinettenstars in ausgewählten Konzerten. Der Bela-Kovacs-Preis ermöglicht aufstrebenden Musikerinnen und Musikern, sich neben Weltklassekünstlern zu profilieren und eigene Interpretationsansätze zu präsentieren. Ergänzt wird das Programm durch Kompositionsaufträge, die das Repertoire der Klarinette erweitern und gegenwartsorientierte Klangsprachen erforschen. Sie resultieren in Konzerten, die traditionellen Werken wie Neuer Musik gleichermaßen Raum geben und stärken so den internationalen Dialog nachhaltig.

