Sechs Termine begleiten Katalytofen-Wiederaufnahme bis Mai 2027 in Annaberg

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Am 16. Oktober 2026 präsentiert das Eduard-von-Winterstein-Theater „Der Katalytofen“ erneut auf seiner großen Bühne. Die von Marco Süß erarbeitete Fassung macht aus dem Streit um einen alten Ofen eine vielschichtige Theaterhandlung. Ein Schrauber aus dem Erzgebirge muss nach dem geplanten Verkauf eines Geräts von 1970 mit den Anforderungen der Verwaltung umgehen. Marvin Thiede und Udo Prucha verbinden die komische Zuspitzung mit regionaler Erinnerung, musikalischen Ostpunk-Anklängen und einer Darstellung behördlicher Abläufe.

Katalytofen startet am 16. Oktober auf großer Bühne erneut

Wiederaufnahme: Der Katalytofen - Ein erzgebirgischer Western (Foto: Dirk Rückschloß)

Wiederaufnahme: Der Katalytofen – Ein erzgebirgischer Western (Foto: Dirk Rückschloß)

Die große Bühne des Eduard-von-Winterstein-Theaters wird am 16. Oktober 2026 zum neuen Aufführungsort für „Der Katalytofen“. Um 19.30 Uhr beginnt die Wiederaufnahme des Schauspiels, das zuvor in der vergangenen Saison auf der Studiobühne lief. Der Bühnenwechsel verändert nicht den Kern der Erzählung, erweitert jedoch deren Präsentationsmöglichkeiten. Im Zentrum bleiben die satirisch gezeichneten Behördenvorgänge, alltägliche Objekte und die besondere Rolle erzgebirgischer Erinnerungen für die Figuren im Stück in Annaberg-Buchholz an diesem Abend.

Verkauf eines historischen Katalytofens führt zu Ermittlungen und Amtswegen

Die Geschichte beginnt mit einem privaten Weiterverkauf und mündet in einen komplizierten Behördenvorgang. Ein Schrauber aus dem Erzgebirge besitzt unter anderem einen Katalytofen von 1970, gefertigt im VEB Kraftfahrzeugzubehör Magdeburg. Als er dieses Altgerät veräußern möchte, erhält er ein Schreiben der Staatsanwaltschaft. Diese sieht Anlass, einen möglichen Verstoß gegen Regeln der Chemikaliensicherheit zu untersuchen. Der Eigentümer ist verpflichtet, den Umgang mit dem Ofen zu erläutern und dessen Entsorgung plausibel nachzuweisen.

Regionale Theatergeschichte beleuchtet Alltagsobjekte, Erinnerungen und amtliche Skepsis humorvoll

Aus der Geschichte eines gebrauchten Ofens entwickelt das Stück ein Panorama erzgebirgischer Erinnerungen und Erfahrungen. Es beschreibt, wie Gegenstände aus früheren Zeiten im Alltag weiterwirken und persönliche Assoziationen hervorrufen. Die Musik des Ostpunk setzt dazu einen markanten Kontrast zur nüchternen Welt der Verwaltung. Verunglückte Einstufungen und amtliches Misstrauen erweitern die Handlung um politische und kulturelle Bezüge. Dadurch erhält die Inszenierung eine satirische Schärfe, bleibt jedoch eng mit regionalen Lebenswirklichkeiten verbunden.

Vorlage aus Rochhausmühle verbindet Realität, Erinnerung und Bühnenkunst eindrucksvoll

Mit seiner Erzählung schuf Ralph Geisler die Vorlage für die Theaterproduktion. Geisler betreibt die Rochhausmühle Grünhainichen, deren Antikhandel in historischer Umgebung angesiedelt ist. Zugleich öffnet sich der Ort für ein Kulturprogramm mit Konzerten, Theater und Literaturabenden. Besucher finden dort Gelegenheit, Arbeiten des Autors kennenzulernen. Marco Süß adaptierte den Stoff für die Bühne. Seine Fassung verdichtet die Geschichte zu einem Schauspiel und behandelt die angelegten, nicht beabsichtigten Übereinstimmungen mit der Realität kritisch.

Duo rückt Charaktere und Behördenprosa wirkungsvoll ins Zentrum dabei

Die Inszenierung vertraut in „Der Katalytofen“ auf die gemeinsame Präsenz von Marvin Thiede und Udo Prucha. Die Konzentration auf zwei Darsteller verstärkt den Eindruck einer unmittelbar erzählten Geschichte. Sie arbeiten die Besonderheiten der Personen, die bürokratischen Hindernisse und die satirischen Momente nachvollziehbar heraus. Gleichzeitig erhält die Sprache der Behördenposse breiten Raum. Der Besucher kann den Dialogen, den wechselnden Situationen und den Anspielungen auf regionale Lebenswirklichkeit aufmerksam klar folgen und sie einordnen.

Preisnachlässe gelten ebenfalls für Arbeitslose, Schulkinder, Azubis und Studenten

Im Zeitraum von November 2026 bis Mai 2027 wird das Schauspiel an sechs Abenden gezeigt. Die Termine am 20. November, 8. Januar, 22. Januar, 16. April und 7. Mai starten jeweils um 19.30 Uhr. Die Aufführung am Sonntag, 21. Februar, beginnt um 18.00 Uhr. Für den Kartenverkauf gelten zwei reguläre Preisstufen von 22 und 19 Euro. Ermäßigte Eintrittskarten sind unter anderem für Ruheständler, Schwerbehinderte, Arbeitslose, Schulkinder, Azubis und Studenten verfügbar.

Anschrift, Telefonnummer und Online-Angebot für Theaterkarten auf einen Blick

Wer eine Aufführung besuchen möchte, kann Eintrittskarten auf unterschiedlichen Wegen erwerben. Das Servicebüro der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH berät am Markt 9, 09456 Annaberg-Buchholz. Die telefonische Kontaktaufnahme ist über 03733 1407-131 möglich. Für schriftliche Bestellungen steht service@erzgebirgische.theater zur Verfügung. Online sind Karten und weiterführende Angaben über www.erzgebirgische.theater zugänglich. Auch die Abendkasse bietet eine Bezugsquelle. Als Aufführungsort ist das Eduard-von-Winterstein-Theater in der Buchholzer Str. 67, 09456 Annaberg-Buchholz, angegeben.

Als Wiederaufnahme auf der Bühne zeigt „Der Katalytofen“ eine Geschichte über Verwaltung, Eigentum und regionale Erinnerung. Der Konflikt um ein altes Heizgerät verbindet rechtliche Folgen mit Erfahrungen. Dabei entsteht ein Bild erzgebirgischer Alltagskultur, das Humor und Nachdenklichkeit vereint. Die Inszenierung basiert auf einem Text von Ralph Geisler und wurde für die Bühne von Marco Süß bearbeitet. Marvin Thiede und Udo Prucha spielen Rollen. Besucher können zwischen Terminen und Preisgruppen wählen.

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