Barock Stilepoche & der Begriff Musik

Die Barock Stilepoche und der Begriff Musik spielen am Theater eine wichtige Rolle. Die Suche nach der passenden Musik zu den einzelnen Stücken ist für jedes Ensemble eine Herausforderung. Die Umsetzung von Stücken aus verschiedenen Stilepochen lebt jedoch oft auch von der Musik. Interessant ist dabei der Blick auf die Stilepoche Barock. Die Barock Stilepoche und der Begriff Musik – die Suche nach den passenden Komponisten und Stücken hat eine lange Tradition.

Die Barock Stilepoche – was verbirgt sich dahinter?

Der Barock ist eine Epoche, die ihre Anfänge 1575 nahm und bis in das Jahr 1770 andauerte. Es handelt sich hierbei um eine Epoche der sogenannten europäischen Kunstgeschichte. Um eine Stilepoche besser unterteilen zu können, gibt es unterschiedliche Abschnitte:

  • Von 1575 bis 1650 gilt die Einteilung vom Frühbarock.
  • Von 1650 bis 1720 gilt die Einteilung vom Spätbarock.
  • Von 1720 bis 1770 gilt die Einteilung vom Rokoko.

Das typische Symbol des Barock ist die Prachtentfaltung. In der Epoche war alles ein wenig mehr. Mehr Farbe, mehr Melodien, mehr Stärke für die Kunst. Die Künstler und Komponisten hatten die Möglichkeit, nach der Renaissance ganz neue Wege zu beschreiten. Auch in der Musik hat der Barock seine Spuren hinterlassen. Die Barockmusik gilt als ein Teil des Barock. Zu Beginn erfolgte die Einteilung von Beginn des 17. Jahrhunderts bis hin zum Jahr 1750. Komponisten dieser Schaffenszeit waren Monteverdi und Johann Sebastian Bach. Gerade im Frühbarock zeigten sich stark die Einflüsse Italiens. Das änderte sich jedoch. Im Hochbarock konnten deutliche Veränderungen der Musikepochen festgestellt werden. So hat die Barockmusik hier im Hochbarock die französischen Einflüsse stark umgesetzt.

Barock Stilepoche und der Begriff Musik – die Merkmale

Spannungen und Gegensätze haben in der Stilepoche des Barock die Musik geprägt. Kein anderes Merkmal war so dominant.(#1)

Spannungen und Gegensätze haben in der Stilepoche des Barock die Musik geprägt. Kein anderes Merkmal war so dominant.(#1)

Die Merkmale der Barockmusik sind nicht außergewöhnlich. Die Tonarten der Kirche sind geprägt durch Dur und Moll. Diese Tonarten sind in verschiedenen musikalischen Epochen sehr einflussreich. Der Ausdruck von Spannungen und Gegensätzen war der Aspekt, der die Musik im Barock stark geprägt hat. Währen in früheren Zeiten bei der Kirchenmusik vor allem das Miteinander der Töne in Harmonie im Vordergrund stand, waren es im Barock die Leidenschaft und die Bewegung, die sich in der Musik wiederfanden.

Die Barockmusik hatte außerdem einen Einfluss auf das Hören selbst. Diskant und Bass sind die Stimmen, die hier notiert werden. Der Bereich dazwischen ist eine Improvisation, was der Melodie eine besondere Stärke verleiht. In diesem Zusammenhang wird bis heute von einem Generalbassspiel gesprochen. Theorbe und Laute sowie Fagott, Cello und Cembalo sind die Instrumente, die ihren Auftritt auf der großen Bühne von Frühbarock und Hochbarock haben. Die Streichinstrumente der Epoche bilden keinen Vergleich zu den Instrumenten aus der heutigen Zeit. Im Barock hatten sie einen leichten und weichen Klang. Sie wurden eingesetzt, um die Gefühle und Gespräche zwischen den Menschen darzustellen. Sie sollten eine Einheit bilden und zeigen, wie reich an Gefühlen der Mensch, sein Geist und sein Körper sind.

Barock Stilepoche, der Begriff der Musik und die Komponisten

Auf der Suche nach Stücken aus dem Barock gehen Menschen heute den Weg über die Komponisten. Die Musik selbst, welche voller Gefühlsgewalt, Nähe und Liebe ist, steht im Vordergrund und hat den Bekanntheitsgrad einiger Komponisten stark geprägt. Einige der Komponisten haben einen besonderen Einfluss auf die musische Seite der Epoche. Ganz vorne mit dabei ist Claudio Monteverdi. Er lebte von 1567 bis 1643 und schuf vor allem für die Kirche Werke, die noch heute einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Cavalli, ein italienischer Virtuose auf dem Gebiet der Musik, ist ebenfalls zu benennen. Die Italiener hatten von Beginn an einen hohen Einfluss auf den Barock. Auch Giacomo Carissimi, ein Komponist aus Rom, ist hier zu nennen. Gerade in Bezug auf die Oper und deren Verbindung zum Oratorium ist er einer der führenden Komponisten.

In Bezug auf die Instrumentalmusik sind weitere Namen zu nennen. Girolamo Frescobaldi sowie Scarlatti haben ihren Fingerabdruck hinterlassen. Nicht zu vergessen Vivaldi. Die Kraft seiner Sonaten hat sich wesentlich auf die Stücke von deutschen Komponisten ausgewirkt. Zu nennen sind hier beispielsweise Bach und auch Händel. Der Frühbarock in Deutschland wurde durch Johann Hermann Schein und Heinrich Schütz begründet. In der Orgelkunst war Johann Pachelbel eine Koryphäe auf seinem Gebiet.

Der französische Einfluss auf den Barock ging dagegen von Komponisten, wie Rameau und Lully aus. Doch nicht zu vergessen ist der Abschluss der Epoche durch Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach. Beide Komponisten haben die Epoche stark durch ihre Musik und ihre Persönlichkeiten geprägt und Stücke für die Nachwelt hinterlassen, die noch heute in zahlreichen neuen Interpretationen aufgegriffen werden.


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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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